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Karin M. Lindner bloggt

Leadership, Führung, Management

Wir sprechen heute immer häufiger von Leadership, wo bisher der Begriff "Führung" verwendet wurde.

Ist der Begriff Leadership nun nur ein weiterer Anglizismus und weicht dessen Bedeutung inhaltlich nicht von dem der Führung ab? Gilt Management nicht auch als Führung? Wenn Leadership die englische Übersetzung von Führung ist, ist dann das englische Wort Management nur ein Synonym?

Für mich ist Leadership tatsächlich "nur" die englische Übersetzung von Führung. Vielleicht baut die moderne Begrifflichkeit eine Brücke von der klassischen zur modernen und neuen Führung? Tatsächlich braucht Führung / Leadershiop heute ganz andere Fähigkeiten und Kompetenzen als früher (siehe auch im letzten Blogeintrag zu "Unternehmensentwicklung ist Persönlichkeitsentwicklung").

Management hingegen war immer schon und ist immer noch etwas anderes. Fredmund Malik ("Führen, leisten, leben", 2014) ist der Meinung:
"Leadership ist nur ein peinlicher Übersetzungsfehler von 'Management'. Es gibt nicht schlechtes Management und gutes Leadership, sondern nur gutes oder schlechtes Management mit dem Fokus auf Führungspraktiken." bzw. "Gerade die Leadership-Diskussion führt in die Irre, weil sie einmal mehr auf Eigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale setzt, statt auf Handeln und Praktiken."

Ein Beispiel (von vielen) zeigt uns die Schifffahrt. Der Kapitän gibt die Richtung vor und "führt" das Schiff und seine Mannschaft mit der vollen Verantwortung. Der leitende Ingenieur und der Schiffsbetriebsmeister "fahren" das Schiff und sind verantwortlich, dass das Ziel ohne Schaden an Mensch und Schiff erreicht wird. Der Chefsteward, der Chefkoch und andere "Manager" sind zuständig für das Wohl der Passagiere.

An diesem Beispiel kann man verdeutlichen, dass der Kapitän als Leader / Führer agiert. Das Management teilt sich auf in ein technisches und ein servicierendes Team. Führungskraft ist dabei jeder. Das wird häufig verwechselt. Der Irrtum, dass eine Führungskraft nur dann eine ist, wenn dabei auch Menschen geführt werden, führt gerade in Aus- und Weiterbildungen zu Lücken und damit zu Missverständnissen und Misskommunikation.

Genauso wie hier der Kapitän kann es natürlich auch eine Kapitänin sein, in der Führung, wie auch im Management. Frauen wie Männer sind bei unseren Trainings und Coachings für Führungskräfte gut aufgehoben. Momentan arbeite ich zusätzlich die Einzelheiten zwischen Leadership / Führung und Management, sowie weitere Aspekte von Leadership, in einem spannenden Lernprozess mit Student/innen der FH Wien aus.

Ich freue mich auf Dein Feedback, Fragen und eigene Eindrücke.

Herzlich,
Karin M. Lindner

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Unternehmensentwicklung ist Persönlichkeitsentwicklung

Unsere Unternehmenskernaussage "Unternehmensentwicklung ist Persönlichkeitsentwicklung" war immer schon richtig und wichtig, hat heute mehr denn je Bedeutung und wird in Zukunft der wesentlichste Erfolgsfaktor für die Wirtschaftswelt sein.

Es hat sich eine ganze Flut an neuen Begrifflichkeiten auf den Weg gemacht und verunsichert UnternehmerInnen und MitarbeiterInnen gleichermaßen. Alles ist disruptiv und VUKA beherrscht Organisationen und Teams. Die Lösungen dafür bieten agile Organisation und agiler Führungsstil. Daneben sind Organisationsdesigns wie Netzwerkorganisationen, sinnstiftende Organisationen oder Holocracy zu beachten, etc.

Neben der Flut an Begrifflichkeiten ist auch die Digitalisierung ein Unsicherheitsfaktor. Digitalisiert wird alles, was möglich ist. Künstliche Intelligenz setzt menschlichen Fähigkeiten durch eigenständiges Lernen eins drauf. Im Silicon Valley beschäftigen sich eine Unzahl an Start Ups damit, Maschinen, die uns Menschen ersetzen und ewig jung bleiben lassen, zu entwickeln. Es wird noch eine sehr lange Zeit - ich wage zu behaupten, dass es nie soweit kommt - dauern, bis Maschinen Menschen ersetzen. Ein Gerät kann z.B. in einer situativen Kurzkonsultation bestimmt besser und schneller medizinische Gesundheitsdaten erfassen, messen und auswerten als etwa als ein Arzt. Diese zu interpretieren, in der Gesamtheit (Körper - Geist - Seele) zu erfassen und vor allem Zuspruch und Trost zu spenden wird die Maschine nicht wertig können.

Arbeit 4.0 als Antwort auf Digitalisierung und Industrie 4.0
Mit der umfassenden Digitalisierung der Wirtschaft und der Verzahnung von allen Lebensbereichen, die daraus resultiert, oder kurz "Industrie 4.0" zeigt sich, dass der Wandel unaufhörlich ist, Change ist Tag für Tag in unserem Alltag zugegen und allen ist bewusst, dass der Mensch mitgenommen werden muss: Arbeit 4.0, der Mensch darf nicht als kleines Zahnrädchen verloren gehen und die Arbeitsformen dürfen nicht ins tayloristische System zurückfallen.

"Wir müssen die Menschen mitnehmen!" - Ja, dieser Satz ist im Moment nahezu inflationär zu lesen und zu hören, in politischen Statements gleichermaßen wie in der Aus- und Weiterbildungsbranche . Auf Nachfrage, was das denn bedeute bzw. wie das konkret in der Umsetzung aussieht oder/und welche Maßnahmen dies beinhalte, kommt zumeist nichts bis wenig. Wenig bedeutet, es werden Ausbildungsinhalte in Richtung Digitalisierung- und Innovationskompetenz genannt. Es wird unaufhörlich an der fachlichen Kompetenz gearbeitet.

Wenn der Mensch mit seiner Persönlichkeit hier nicht wesentlich in den Prozess eingebunden wird, ist das gefährlich! Menschen sind emotionale Wesen und brauchen gleichermaßen oder in höherem Maße persönliche und soziale Kompetenzen. Sie müssen genügend Selbstbewusstsein entwickeln, um sich in ihrer neuen Arbeitswelt sicher bewegen zu können und wollen. Mein Appell für heute an alle Verantwortlichen: Plant auch Ressourcen für Persönlichkeitsentwicklung für euch und eure MitarbeiterInnen ein! Damit sichern gesündere, zufriedenere, motiviertere, eigenständigere und selbstbewusste Menschen euren Unternehmenserfolg langfristig!

Ich freue mich auf Feedback, Fragen und eigene Eindrücke. Wir schauen uns gern bei und mit Ihnen an, wie die "VUKA-Welt" und die Zukunft in Ihrer Organisation und bei Ihnen und Ihren MitarbeiterInnen angekommen ist.

Herzlich,
Karin M. Lindner

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Aus der Praxis: Das unkoordinierte oder demotivierte Team

Ein Interview war geplant, ich traf mich mit der jungen Frau in einer Hotellounge. Für die Tonbandaufzeichnung war die Lounge allerdings zu laut, und sie bat an der Rezeption nach einem abgeschlossenen Raum für ca. eine Stunde. Offensichtlich werden Sonderwünsche in diesem Haus nicht geschätzt, 20 Minuten später gab es immer noch keine Rückmeldung trotz zwischenzeitlicher zweimaliger Rückfragen von Seiten der Interviewerin. Auf letztmaliges Drängen wurde uns ein Gästezimmer angeboten, welches mit € 50,- für eine Stunde verrechnet werden sollte. Die Interviewerin nahm das Angebot aus Mangel an naheliegenden Alternativen an.
Dieses Zimmer jedoch war belegt, beim Betreten mit der Schlüsselkarte "stolperten" wir über das erste Gepäckstück. Ob ein Gast im Zimmer war oder nicht stellten wir nicht fest, wir haben reflexartig die Tür wieder hinter uns zugezogen und an der Rezeption reklamiert. Hochziehen der Augenbrauen, ein giftiger Blick unter den KollegInnen und genuschelte geringschätzende Worte zeigten deutlich, dass hier eine toxische Stimmung herrscht. Letztlich haben wir das Hotel ohne Konsum verlassen und das Interview im Auto aufgezeichnet.

Dass dieses Beispiel kein Einzelfall ist leuchtet sofort ein, wenn wir uns einen Moment Zeit nehmen und überlegen, wann uns zuletzt ein Verhalten in einem Unternehmen, wo wir als KundIn, KlientIn, Gast gestört, verärgert oder zumindest irritiert hat.

Zum einen wird unsere Gesellschaft immer "toleranter" und regt sich über so ein Benehmen immer weniger auf, zum anderen steigt das Bedürfnis nach Respekt und freundlichem Umgang. Studien zeigen deutlich, dass KundInnen weniger loyal, weniger an Unternehmen gebunden sind, die Erhältlichkeit von Produkten und Dienstleistungen ist austauschbar wie nie zuvor. Immer bietet irgendwo jemand dasselbe oder vergleichbares billiger oder / und schneller an. Waren es vor 30 Jahren noch 68 %, die aus persönlicher Enttäuschung ein Unternehmen nicht mehr aufsuchten oder beauftragten, so gehe ich heute von einem weit höheren Prozentsatz aus.

Daher ist es unerlässlich für jedes Unternehmen, insbesondere jedoch in dienstleistungsorientierten Betrieben - diese werden in Zukunft die meisten Arbeitsplätze mit menschlicher Leistung stellen - dem zwischenmenschlichen Aspekt besonderes Augenmerk zu schenken.

Wie ist das Unternehmen organisiert? Welche Kultur wird (vor-) gelebt? Gibt es klare Werte und Konzepte? Wie und wird überhaupt geführt? Wohin geht die Reise - Ziele und Strategie des Unternehmens, der MitarbeiterInnen?

Es ist dringend erforderlich, außerhalb der Digitalisierung und Automatisierung die sozialen und persönlichen Kompetenzen zu stärken und zu fördern. Nur so fühlen sich KundInnen wohl und sicher in ihrer Wahl und kaufen bzw. kommen wieder.

Dies gelingt mit einem gesamtheitlichen Blick auf Organisation, Konzept und Führung und daraus abgeleiteten Maßnahmen und deren Umsetzung. Häufig sind es nur wenige Schrauben, die etwas gedreht werden müssen, um aus einem Chaosteam ein Leistungsteam zu machen und aus einer schnell gewachsenen Organisation bzw. durch viele fordernde Veränderungen nötige Organisationsanpassung zu strukturieren. Wichtig dabei ist, die passenden und richtigen Methoden zu finden und nicht auf eine Schablone, weil sie gerade modern und hip ist, zu setzen.

Ich freue mich auf Dein Feedback und Deine Erfahrungen,
Herzlich,
Karin M. Lindner

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Aus der Praxis: Der verschlafene Unternehmer

Als Beraterin, Coach und Trainerin hält man automatisch auch im eigenen Alltag die Augen offen. So hatte ich letztens eine Erfahrung mit einem Jungunternehmer in Österreich, der einen guten ersten Eindruck machte, denn er nutzte die digitalen Möglichkeiten (Homepage, Termine per SMS) mit rascher Reaktion und kundenorientiert, so wie wir uns Dienstleistung heute wünschen.
Medial las man in der Regionalzeitung über ihn als modernen und engagierten Jungunternehmer, welcher seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt. Im Café erzählte man sich, er sei eher schüchtern, aber sehr talentiert und wurde auch weiterempfohlen.
Am vereinbarten Termin stand ich vor verschlossener Türe. Ich stornierte meinen Termin nach 10 Minuten Wartezeit wiederum mit SMS. Einige Zeit später kam eine Rückmeldung: Der junge Herr hatte verschlafen, aus medizinischen Gründen sozusagen. Ihm war die ganze Chose natürlich furchtbar peinlich und bot mir einen Gutschein als Entschädigung an.

Im ersten Impuls sind da zwei Wahrnehmungen derselben Situation: Einerseits sind die Gründe für das Verschlafen in diesem Fall nur menschlich, andererseits ist es als Jungunternehmer ein Fehlverhalten, das heute, wo Zeit für alle einen so hohen Wert darstellt, unverzeihlich. Beide Wahrnehmungen sind wichtig:

(1) Mitgefühl und Zuwendung, die sogenannte Empathie, ist elementar für das menschliche Miteinander und einen respektvollen Umgang. Da in diesem konkreten Fall dem jungen Unternehmer bewusst ist, dass es wiederholt vorkommen kann, dass die Öffnungszeiten und Termine nicht eingehalten werden, sollte er dringend Sicherheitsmechanismen einbauen. Fehlt es einem selbst an der Idee, leistet ein Coaching hier gute Unterstützung. Häufig erkennt man ein Problem selbst gar nicht oder findet keine Lösung, wenn man auf sich allein gestellt ist. Es hilft meist, das Problem zu besprechen, um im Vieraugenprinzip oder mit den richtigen Fragen und Methoden Klarheit zu finden.

(2) Als (Jung-) Unternehmer einen Kunden zu versetzen ist, wie gesagt, ein unverzeihliches Fehlverhalten. Es ist bekannt, dass im negativen Erleben und / oder wenn Erwartungen nicht erfüllt werden eine Vielzahl von Menschen darüber informiert wird, die sozialen Medien machen die Verbreitung ausgesprochen leicht. Positive Erlebnisse und übererfüllte Erwartungen hingegen verbreiten sich nur schleppend. Und um ein Unternehmen erfolgreich und wirtschaftlich aufzubauen braucht es neben unzähligen weiteren Erfolgsfaktoren vor allem auch Verlässlichkeit, um Vertrauen aufzubauen. Beschädigen Sie den Ruf Ihres Unternehmens nicht!

Ich freue mich auf Dein Feedback, Fragen, Kritik und andere Anmerkungen und Kommentare.

Herzlich,
Karin M. Lindner

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Wann ist ein Unternehmen erfolgreich?

Der Sommer ist bald vorbei, ein wunderbarer Sommer in Tirol mit einer unglaublichen Ernte von Früchten. Auch wir sind aus der Sommerpause zurück, mit vielen neuen Eindrücken, Ideen, Projekten, die umzusetzen sind und vor allem mit vielen Fragen, über die wir täglich nachdenken.

"Die Früchte ernten" - diesen Satz kennen wir alle und auch im Geschäftsleben heißt es regelmäßig: Erst hart arbeiten (Samen säen) und dann kommt der Erfolg (Früchte ernten).

Ist das wirklich so? Nein, leider nicht. Ich beobachte, wie viele Unternehmerinnen und Unternehmer richtig fleißig Tag für Tag in ihrem Unternehmen arbeiten und ihr ganzes Herzblut, ihre gesamte Energie dafür aufwenden. Trotzdem können sie nicht davon leben und verdienen häufiger weniger als ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit oft doppeltem Stundenaufwand, obwohl die hunderprozentige Verantwortung mit allen Konsequenzen und Risiken bei ihnen liegt.

Heißt erfolgreich sein denn überhaupt, viel Gewinn zu machen? Diese Frage muss ich mir nicht stellen, die Antwort ist klar. Wenn ich ein Unternehmen plane, eröffne, aufbaue, führe, übernehme, muss ich bei einem Vollzeiteinsatz einen Gewinn erwirtschaften können, der meine Fixkosten und meinen Lebensstandard abdeckt. Wo der Lebensstandard liegt, definiert jeder Mensch natürlich für sich selbst. Genauso definiert jeder Mensch, wie viel Überschuss aus dem Gewinn sein Ziel ist. Soviel zum wirtschaftlichen Gewinn.

Auch der emotionale Gewinn wird individuell definiert. Erfolg bezieht sich ja nicht nur auf den Kontostand, sondern kann für einen Menschen auch z.B. Anerkennung, Zufriedenheit oder Dankbarkeit bedeuten. Das ist ein Mehrwert, sozusagen "on top" und soll nie anstelle der Existenzsicherung treten. Soviel zum emotionalen Gewinn.

Ich empfehle dringend jedem Unternehmer, seine Zahlen zu lernen und zu kennen. Ich war in meinen ersten Unternehmensjahren hier blauäugig und habe keine großartigen Kalkulationen, geschweige denn Budgets gemacht. Wie dankbar bin ich heute nach den gesammelten Erfahrungen, dass ich nicht Schiffbruch erlitten habe, einmal war das ziemlich knapp. Ich habe damals noch als Gastronomin zwei neue Betriebe mit enormen Vorabinvestitionen parallel eröffnet, zeitgleich habe ich als alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern ein Haus gebaut. Die Kosten aller drei Projekte explodierten. Das Vertrauen, dass alles gut gehen wird, weil die Unternehmen ja viel mehr umsetzen werden als in der Überschlagsplanung, war grenzenlos. Es kamen noch zwei weitere kritische Faktoren hinzu und schon war ich schneller gefordert, die monatlichen Kosten in den Griff zu bekommen und eine bereits kritische und drohende Bank zufriedenzustellen. Die Zahlen des Unternehmens zu kennen und interpretieren zu können und rund um das Unternehmen Kalkulationen aufzustellen, unterstützt drei Bereiche des Unternehmens: Steuerung, Stabilität und Wachstum. Soviel zum Controlling.

Ähnlich verhält es sich mit den Themen Organisation, Personalmanagement und Personalentwicklung (Human Resource), Marketing und Vertrieb. All dies und die dazugehörigen vielen Bereiche und Abteilungen greifen wie Zahnräder oder Puzzleteile ineinander und machen Erfolg wahrscheinlich und sichtbar.

Daher bieten wir laufende Begleitung als Unterstützung für Unternehmen an, wo wir uns ganzheitlich all diesen Themen widmen und zu einem leistbaren Monatsbeitrag Gewissheit bieten, das Unternehmen in eine sichere Zukunft zu führen.

Ich freue mich auf Fragen, Anregungen, Deine Geschichte dazu und alle sonstigen Feedbacks.

Herzlich,
Karin M. Lindner

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Körper, Geist, Seele

Körper, Geist und Seele eines Unternehmens - wie schräg ist das denn?

"Wie geht Unternehmen?": Informationen dazu finden sich in unterschiedlichster Form und Anschauung...

  • in Büchern
  • im Netz
  • in den Wirtschaftskammern
  • über Steuerberatungen
  • von Unternehmensberatungen
  • bei diversen Veranstaltungen
  • uvm.

Ich habe mich mit dieser Frage sehr intensiv auseinandergesetzt, dabei sind viele weitere Fragen und daraus große Neugier entstanden.

Was macht Unternehmen erfolgreich?

Ist es die Idee, das Konzept, der Standort, der Mensch, der Zeitpunkt, das Produkt, die Dienstleistung oder alles zusammen oder ganz etwas anderes oder viel mehr?

Meine Antwort darauf habe ich in meiner Arbeit mit und in vielen Unternehmen, im Austausch mit Unternehmerinnen und Unternehmern, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Autorinnen und Autoren und der Auseinandersetzung mit all diesen und vielen weiteren Punkten, die ein Unternehmen ausmachen, gefunden.

Wir alle wissen, dass unsere Gesundheit und unsere Lebensfreude von einem harmonischen Zusammenspiel von "Körper, Geist, Seele" abhängt. Wie auch nicht? Es wird uns inflationär über alle digitalen und analogen Medien mitgeteilt. Was ich dabei beobachte ist, dass für den Körper und den Geist eine fast überbordende Auswahl an Möglichkeiten angeboten wird. Bewegung und Sport für Körper und Geist von A wie Ausatmen oder Ausdauersport bis Z wie Zehenstrecken oder Zen.

Die Seele kommt meines Erachtens dabei häufig zu kurz, findet sich bestenfalls in Aussagen wie "die Seele baumeln lassen" oder "Alles, was der Seele gut tut, mach es!". Die Seele ist nicht sichtbar, nicht messbar und häufig ein Tabuthema, oder wird gar verwechselt mit Religion und Esoterik.
Das finde ich schade, ist die Seele doch in der Bedeutung gleichwertig mit Körper und Geist, in meiner Überzeugung ist die Seele am Ende des Tages der stärkste Einflussfaktor für unser Glück und unsere Zufriedenheit.

Im Kontext Unternehmertum habe ich "Körper, Geist, Seele" eines Unternehmens als den größten Erfolgsfaktor identifiziert.
Einen groben Überblick, was ich damit meine, findest du hier:

Körper

  • Was sehe ich, was kann ich angreifen?
  • Beispielsweise Infrastruktur, Architektur, Einrichtung, Räume, Produkt, ...

Geist

  • Was erlebe ich, was nehme ich wahr?
  • Beispielsweise technische Leistung, Beratung, Verpackung, Sauberkeit, ...

Seele

  • Was fühle ich, wie fühle ich mich?
  • Beispielsweise Verhalten (engagiert arbeiten), Stimmung ("Ich gehe heute gern / ungern zur Arbeit"), Haltung ("Mitarbeiter und Führungskräfte arbeiten (un-) motiviert an Erfolg und Entwicklung des Unternehmens"), Werte ("Die Werte meines Arbeitgebers entsprechen meinen Wertvorstellung, dafür arbeite ich gerne"), ...

Und wie vielleicht bereits vermutet werden kann, ist es auch in der Unternehmenswelt so, dass der Seele kein oder zuwenig Augenmerk geschenkt wird. Es werden imposante Bauten mit beeindruckender Ausstattung errichtet, effizienteste digitale Systeme für die Erledigung, Vereinfachung und Optimierung vieler Tätigkeiten implementiert, hervorragende Produkte designed, produziert, toll verpackt und präsentiert, MitarbeiterInnen über stringente Auswahlverfahren rekrutiert, eingestellt und geschult und vermeintlich wird alles Erforderliche und viel mehr als das umgesetzt, um Erfolg zu haben. Und trotzdem bleibt der immer wieder aus, das Ausmaß zeigt die Anzahl der Insolvenzverfahren.

Dies liegt nur sehr selten an der vielerorts verantwortlich gemachten disruptiven Zeit. Meines Erachtens ist die Gegenwart nicht disruptiver als die Vergangenheit oder die Zukunft sein wird. Der Fortschritt hat immer schon und wird immer Bestehendes ersetzen, wie die CD die Langplatte ersetzt hat und Streamingdienste die CD-Sammlung ersetzen. Viel häufiger fehlen in diesen tollen Konzepten und Strategien "Human Factors"; Werte und klare Positionierungen, die uns Menschen an der Technologie und künstlichen Intelligenz Nutzen ziehen lassen, anstelle uns ihr untertan zu machen. Die Erfordernisse des gesellschaftlichen Wandels gehen weg vom Konsumenten, hin zum Mitgestalter, Mitdenken und einer Partnerschaft auf Augenhöhe, in der man ernst genommen wird. Das alles ist, was ich als die "Seele" des Unternehmens bezeichne.

Ich freue mich auf Fragen, Anregungen, Deine Geschichten dazu und alle sonstigen Feedbacks.

Herzlich,
Karin M. Lindner

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Unternimm doch was

Herzlich willkommen auf meinem Blog!

Ich starte mit diesem Blog, weil es mir am Herzen liegt, dass Menschen unternehmerisch tätig bleiben und werden. Trotz düsterer Prognosen und Thesen, die uns der Fortschritt, die Politik und nicht zuletzt die Wissenschaft vermeintlich zeichnen. Vermeintlich deshalb, weil ich an eine positive und lebenswerte Unternehmerzukunft glaube.

Ich bin...

  • Seit fast 30 Jahren Unternehmerin aus Leidenschaft
  • eine kreative und innovative Expertin aus der unternehmerischen Praxis
  • eine Beraterin, die gesamtheitlich und systemisch arbeitet
  • eine passionierte Entwicklerin von Konzepten und Strategien
  • eine professionelle Trainerin / Coach und Moderatorin
  • theoretisch fundiert und laufend beim Erlernen und Entwicklung von modernen und kreativen, vorwiegend spielerischen Methoden
  • eine Projektleiterin und auch Projektteammitglied für Zukunftsprojekte (konzeptionell, strategisch und bei Bedarf auch operativ)
  • eine kommunikative, offene Persönlichkeit und Netzwerkerin

Ich habe...

  • seit fast 30 Jahren erfolgreich Unternehmen / Projekte geführt, begleitet und umgesetzt
  • große Lust auf weiteren Erfolg

Wir sind noch ganz am Anfang und sozusagen Blog-Neulinge und freuen uns auf deinen Input, dein Feedback. Wie werden wir wahrgenommen, wie verständlich und wie nützlich sind wir mit unseren Inhalten, stelle Fragen und lass uns wissen, welche Themen dich rund ums Unternehmertum beschäftigen. Hast du eine erlebte Geschichte, ein Beispiel dazu? Wir setzen uns mit jeder Frage persönlich auseinander, nehmen alle Impulse auf und wann immer sie zum Gesamtkonzept passen, posten wir hierzu.

So erreichst du uns

...ganz einfach per E-Mail, das heißt, deine Anonymität bleibt gewahrt. Je nach Feedback und Kommentar ergänzen wir unsere Postings um wichtige Zusatzinfos (mit / ohne Namensnennung, je nach Wunsch), verfassen neue Postings oder antworten persönlich per E-Mail.

Ach ja: Du findest uns als @ifue_kml auch auf Twitter & Instagram. Du möchtest lieber per Mail informiert werden, wenn es etwas Neues gibt? Ein Mail mit dem Stichwort "kml_blog" reicht :)

Wir sammeln Themen, gerne auch deine und posten ab sofort laufend (mindestens wöchentlich) dazu.

  • Wie geht Unternehmen?
  • Was macht ein Unternehmen erfolgreich?
  • Wann ist ein Unternehmen erfolgreich?
  • Unternehmerin oder Unternehmer sein heute - Chancen und Risiken
  • Begrifflichkeiten aus der Unternehmenswelt und ihre Bedeutung
  • Digitalisierung und künstliche Intelligenz
  • Maschine versus Mensch
  • Ethik und Moral
  • Kreativität
  • Kreativwirtschaft und klassische Wirtschaft
  • Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur

Einladung

Statements, Kommentare, Fragen, Geschichten, Praxisbeispiele und weitere Themen sind ausdrücklich und herzlich willkommen!

Wir freuen uns auf einen tollen Austausch über die Komplexität der Wirtschaftswelt mit dir

  • Wir bemühen uns um Einfachheit und verständliche Sprache
  • Wir informieren theoretisch fundiert und praktisch belegt
  • Wir lieben und erzählen Geschichten und Praxisbeispiele und ergänzen diese, wenn möglich, um die Lernerfahrung daraus
  • Wir geben Tipps und Unterstützung, kreativ und erfolgsorientiert

Sei dabei! Wir haben die DU Form gewählt, weil diese in den sozialen Medien üblich ist und betonen, dass unsere Wertschätzung und unser Höflichkeitsanspruch dadurch nicht beeinträchtigt wird ;-)

Herzlich,
Karin M. Lindner

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